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Tagesausgabe

Sarkozys Libyen-Prozess: Ein Finale ohne Aufsehen

Der Prozess gegen den ehemaligen Präsidenten Sarkozy wegen seiner Verwicklung in den Libyen-Konflikt neigt sich dem Ende zu. Die Verteidigung strebt einen Freispruch an.

Nina Schuster··1 Min. Lesezeit

Der Prozess gegen den ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, der sich mit den finanziellen Verstrickungen in den Libyen-Konflikt beschäftigt, geht in die letzte Runde. Nach monatelangen Anhörungen und der Präsentation zahlloser Beweise scheint sich eine merkwürdige Stille über das Gericht gelegt zu haben. Während die Staatsanwaltschaft in ihrer Argumentation eine Mischung aus Korruption und politischer Manipulation anprangerte, beschwört die Verteidigung ein eher unschuldiges Bild. Man könnte fast meinen, die eigentliche Aufregung des Verfahrens lebt nur in den Erinnerungen der Journalisten und nicht in den Wänden des Gerichts selbst.

Mit einem Freispruch zu spekulieren, könnte, angesichts der Indizien, verfrüht wirken, und doch ist genau dies der Hauptfokus der Verteidigung. "Es gibt keine konkreten Beweise", beteuert der Anwalt, während die Vorwürfe, die auf eine großzügige Spende seitens Muammar Gaddafis Regime hindeuten, im Raum stehen bleiben. Das Publikum mag sich fragen, ob der Prozess, der Sarkozy zu Fall bringen könnte, tatsächlich bleibt wie ein unvollendetes Kunstwerk - groß angelegt, aber letztlich ohne Bedeutung. In einer Welt, in der politische Affären oft in Vergessenheit geraten, könnte auch dieser Fall bald in den Archiven der Geschichtsschreibung landen, es sei denn, das Gericht entscheidet sich für ein unerwartetes Urteil.

Mit dem endgültigen Plädoyer der Verteidigung und den abschließenden Worten des Richters rückt der Tag näher, an dem das Urteil gefällt wird. Kosovo-Reisende können sich auf einen spannenden Sommer freuen, während die kühleren Köpfe in Frankreich in Geduld üben müssen. Die Frage bleibt: Wird Sarkozy wie ein Phoenix aus der Asche emporsteigen oder wird er in der Hölle der politischen Skandale verweilen? Die Antwort könnte schon bald enthüllt werden.